Der Leadership-Shift: Vom Macher zum Leader
Viele Gründer:innen starten als Macher – sie programmieren, verkaufen, verhandeln, organisieren. Doch mit wachsendem Team stößt dieses Modell schnell an Grenzen: Was früher funktionierte, skaliert nicht mehr. Entscheidungen bleiben bei dir hängen, dein Team wird passiv, und du selbst brennst aus.
Der entscheidende Shift lautet: Nicht mehr alles selbst tun – sondern anderen ermöglichen, erfolgreich zu sein.
Leadership im Startup: Mehr als ein Titel
Führung bedeutet, dein Verhalten an die Phase des Unternehmens anzupassen:
- In der Frühphase sind klare Ansagen gefragt.
- In der Wachstumsphase kommt Coaching ins Spiel.
- Ab etwa 10–15 Mitarbeitenden werden Strukturen, Delegation und Ownership unverzichtbar.
👉 Faustregel: Je reifer dein Team, desto weniger musst du sagen – und desto mehr musst du fragen.
Klarheit schlägt Geschwindigkeit
Nichts bremst ein Startup mehr als Unklarheit. Wer entscheidet was? Welche Prioritäten gelten? Hier helfen einfache Tools wie RACI-Modelle, One-Page-Org-Charts oder ein klar kommuniziertes Vision & Mission Statement. Klarheit ist nicht Bürokratie, sondern die Basis für Skalierung.
Kommunikation ist Leadership
Als Gründer:in bist du die wichtigste Quelle für Energie und Information. Ohne aktive Kommunikation entsteht ein Vakuum, das sich mit Unsicherheit füllt. Regelmäßige All-Hands, 1:1-Gespräche oder auch lockere Formate wie Beer & Innovations wirken stärker, als du denkst.
👉 Denk daran: Du wiederholst dich gefühlt 100-mal – dein Team hört es beim dritten Mal zum ersten Mal.
Retention statt Fluktuation
Mitarbeiter:innen bleiben nicht wegen Obstkörben oder Gehalt. Sie bleiben, weil sie Sinn erleben, wachsen können, Anerkennung erhalten und Klarheit spüren. Kultur und Leadership sind die wahren Bindungskräfte – nicht Benefits.
Dein erster Schritt
Leadership ist kein „Soft Skill“, sondern dein stärkster Hebel für Wachstum.
Ein pragmatischer Start:
- Plane in den nächsten zwei Wochen 1:1s mit deinen wichtigsten Teammitgliedern.
- Schreibe deine drei größten Prioritäten auf – und überprüfe nach einer Woche, ob du wirklich an ihnen gearbeitet hast.
- Nimm dir Zeit für eine ehrliche Selbstreflexion: Wo bin ich noch zu sehr im Operativen gefangen?
Kennst Du die Überlegungen hinter Monkey-Management? Falls nicht, dann lohnt es sich, in einer freien Minute das Hörbuch anzuhören.
Fazit
Vom Operativen ins Leadership zu wachsen, ist einer der härtesten, aber lohnendsten Schritte für Gründer:innen. Es bedeutet nicht, weniger zu tun – sondern die richtigen Dinge zu tun: Klarheit schaffen, Menschen entwickeln, Energie geben.
Oder, wie Martin Klässner es beschreibt:
„Am Anfang war ich der Motor. Heute bin ich das Öl, das alles geschmeidig laufen lässt.“
👉 Den vollständigen Deep Dive findest du im aktuellen Capendio Briefing.







